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Cédric Weidmann gewinnt den

 

10. Wartholz Literaturpreis

 

Reichenau a. d. Rax, 12. März 2017 – Beim internationalen Literaturwettbewerb wetteiferten die zwölf besten Stimmen der Gegenwartsliteratur live vor Publikum und Jury um den mit € 10.000,- dotierten Wartholz Literaturpreis. Schlussendlich begeisterte der Schweizer Cédric Weidmann mit dem Siegertext „Kinder klauen“. 

Der 25-jährige Schriftsteller Cédric Weidmann gewinnt den 10. Wartholz Literaturpreis. „Dieser Text hat die Erosion der Gegenwart im Blick, Verwerfungen, existentielle Verunsicherung und Überwachung. Die surreale Versuchanordnung überzeugt, das Motiv der Kindervertauschung ist eine Persiflage auf die Brutalität und Brüchigkeit gesellschaftlich gesichert scheinender Strukturen. Ironie, Komik und Satirik prägen die Handlung in einer dystopischen Welt, deren jugendliche Akteure einerseits ihre soziale Sphäre torpedieren, andererseits Kinder des Establishmenst sind. Der Widerstand in einer generell überwachten Welt bleibt spielerisch. Die Subversion leichtfüssig. Die Jury zeichnet mit dieser Wahl einen frischen jungen Text aus, der sich vorwagt“, so die Begründung der Jury.

 

Zahlreiche weitere Preise wurden im atmosphärischen Ambiente des Literatursalon Wartholz und unter tosendem Applaus des Publikums verliehen: Der Land Niederösterreich Literaturpreis in Höhe von € 5.000,- ging an Sebastian Hage-Packhäusers Lyrik „Kreuzreimprojektionen“. Markus Liske erhielt den Publikumspreis in Höhe von € 2.000,-. Mónika Koncz deren Text durch ein Tonband zugespielt wurde, da sie plötzlich erkrankte, gewann mit dem Newcomerpreis eine Veröffentlichung im Kremayr & Scheriau Verlag. Den Bader-Waissnix-Stiftungspreis in Höhe von € 1.000,- ging an Getraud Klemm. Die beiden Aufenthaltsstipendien von Familie Blazek und dem Bundeskanzleramt für Kunst und Kultur im August 2017 erhielten Bettina Gärtner und Richard Obermayr.